Gründung des Schulwerks

In der Diözese Augsburg standen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts über 40 Schulen unter der Leitung und in der Verantwortung von Ordensgemeinschaften. Da in der Nachkriegszeit die Zahl der Ordensmitglieder zurückging, konnten immer weniger klösterliche Lehrkräfte im Schulunterricht eingesetzt werden. Gleichzeitig stiegen die Schülerzahlen. Damit war es notwendig, neue Schulgebäude zu bauen. Dies hatte wiederum hohe Investitionskosten zur Folge.

Für viele Ordensgemeinschaften stellte sich daher die Frage, ob sie ihre Schulen noch finanzieren könnten oder aufgeben müssten. Sie wandten sich mit ihrem Anliegen an die Diözese Augsburg in der Erwartung, dass diese die Schulen übernehmen und in die Zukunft führen würde. Die Diözese Augsburg war bereit, die pädagogisch erfolgreiche und seelsorglich wichtige Schularbeit der Ordensgemeinschaften nach Kräften zu unterstützen und fortzusetzen. Sie wollte die Werke der Ordensgemeinschaften erhalten, indem sie Schulträgerschaften und die damit verbundenen Lasten übernahm.

Als rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Rahmen errichtete sie zu diesem Zweck im Jahre 1975 die Stiftung „Schulwerk der Diözese Augsburg“, eine Stiftung des öffentlichen Rechts.

Auch wenn eine Ordensgemeinschaft die Trägerschaft ihrer Schule an die Stiftung abgibt, bleibt sie eingebunden in die Verantwortung für ihre Schule und arbeitet mit dem Schulwerk in wesentlichen Bereichen zusammen. Dies trägt zur besonderen Profilbildung der Stiftungsschulen bei.

Stark wie ein Baum