

Vor 800 Jahren ist er bereits verstorben – doch seine Botschaft ist aktueller denn je: Die Achtung vor der Schöpfung, der Schutz aller Lebewesen waren dem Heiligen Franziskus ein großes Anliegen. Diesen besonderen Jahrestag hat die Schulgemeinschaft mit einem besonderen Tag gewürdigt. Engagierte Eltern hatten ein kleines Dorf wie aus der Zeit des Heiligen aufgebaut, mit historischen Spielen und einem Pony zum Streicheln. Viele Kinder kamen in Gewändern, tauchten in diese längst vergangene Zeit ein und waren sofort mittendrin.
Nach dem Gottesdienst ging es auf den Parcours mit sechs Stationen, und dort wurde fleißig ausprobiert. Beim gordischen Knoten aus verschlungenen Armen merkten die Kinder schnell: Den Ausweg gibt es nur gemeinsam. Eine Kette oder ein Armreif machte spürbar, wie beengend prächtige Kleidung sein kann, und beim Ablegen war die Erleichterung förmlich zu sehen. An einer anderen Station spielten Eltern einen Aussätzigen, und ein Schüler fand die Rolle so beeindruckend, dass er sie unbedingt selbst übernehmen wollte. In einer ruhigen Ecke mit Sitzkissen durften die Kinder einfach innehalten.
Zum Schluss fügten sie ihre auf Leinwänden festgehaltenen Eindrücke zu einem gemeinsamen Bild zusammen. Es zeigt den Weg vom wohlhabenden Kaufmannssohn bis zu einem Mann, der sein Leben umkrempelte, seinen Wohlstand aufgab und fortan ganz aus der Beziehung zu Gott und dem Evangelium lebte. Seine Vorbild prägt bis heute Generationen.
Unsere Grundschule trägt Franziskus' Namen. Sein Mut zur Veränderung und seine Achtung vor Mensch und Schöpfung geben auch heute Orientierung. Dass dieses Erbe so lebendig werden konnte, ist allen zu verdanken, die mit viel Zeit, Ideen und helfenden Händen dazu beigetragen haben. Vergelt’s Gott!








